Prostata Selbsthilfegruppe

Wiesbaden und Umgebung

Verständliche Medizin

Sehr geehrte Damen und Herren, seit 2002 veranstaltet das Gesundheitsamt in Kooperation mit dem Praxisverbund Wiesbaden e.V. die Veranstaltungsreihe „Verständliche Medizin“.

Gemeinsames Ziel ist es, über aktuelle Gesundheitsthemen zu informieren sowie Anregungen für einen gesünderen Lebensstil und Hilfen zur Bewältigung von Krankheitsfolgen und Behinderung zu geben.

Das nächste Forum wird am 21.11.2018 zum Thema "Vergissmeinnicht- Leben mit Demenz" stattfinden:

Mittwoch, 21.11.2018

, 17.30 bis 19.30 Uhr

,Rathaus Wiesbaden

Schlossplatz 6

Stadtverordnetensitzungssaal (1.OG)


Patiententag zum 124. Internistenkongress Samstag,

7. April 2018 Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige und Interessierte,

die meisten von uns dürfen alt oder sogar sehr alt werden – ein großer Erfolg auch des biomedizinischen Fortschrittes.

Neuigkeiten aus der Forschung gilt es dann auch den Betroffenen zeitnah und verständlich mitzuteilen. Der Wiesbadener Patiententag, anlässlich des jährlich stattfindenden Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), ist hier eine erfolgreiche Tradition geworden. Das rege Interesse in all den Jahren zeigt, dass diese Patiententage quasi nicht altern, sondern sich – wie könnte es auch in einer Bäderstadt anders sein – zu einer Art informativem Jungbrunnen für Aktuelles aus dem breiten Spektrum der Inneren Medizin entwickelt haben. Auch im Jahre 2018 möchten wir Ihnen deshalb qualitativ fundierte und praxis-relevante Gesundheitshemen präsentieren.

mehr Informationen zum Programm finden Sie in diesem Dokument (hier klicken)


Rückengesundheit 

Wiesbaden am 28.03.2018 - Rathaus Wiesbaden

Lange gesessen, schwer gehoben oder unglücklich bewegt –plötzlich sticht es im Kreuz.

Fast jeder zweite Deutsche leidet einmal in seinem Leben an Rückenschmerzen. Hauptursache
dafür ist Bewegungsmangel, insbesondere bei Personen, die viel sitzen oder stehen. Doch auch Übergewicht, Schonung,
fehlender Schlaf und Stress können zu Rückenbeschwerden führen.

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Neubewertung des PSA-Tests

Urologen plädieren für Baseline-PSA nach informierter Patienten-Entscheidung
Berlin, 3. Mai 2017.

In der wechselvollen Geschichte des PSA-Tests hat die Neubewertung der PLCO-Studie 2016 ein weiteres Kapitel aufgeschlagen.
Nachdem die Studie publiziert war, stellte sich inzwischen heraus, dass sich 90 Prozent der angeblich Nicht-Getesteten entgegen dem Studienprotokoll
doch haben testen und wenn erforderlich auch therapieren lassen. In der Studie wurden demnach zwei Gruppen verglichen, die beide fast gleich häufig
PSA getestet wurden. „Es verwundert nicht, dass dabei kein relevanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen gefunden werden konnte. Diese Erkenntnisse
haben in der Zusammenschau mit der aktualisierten Auswertung der ERSPC-Studie international eine Neubewertung des Stellenwertes des PSA-Tests eingeleitet“
sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), Prof. Dr. Maurice Stephan Michel.

In der ERSPC-Studie wurde durch das Screening bei knapp 350 von 10.000 Männern ein Prostatakarzinom entdeckt. So konnte die Prostatakrebsmortalität durch
ein PSA-Screening in 13 Jahren um ca. 20 Prozent gesenkt werden. Doch trotz seines damit verbesserten Rufs bleibt der PSA-Test auch nach aktueller Einschätzung
der DGU und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU) ein zweischneidiges Instrument, dessen Einsatz im Spagat zwischen Nutzen und Folgen wohl
abgewogen sein sollte - in einer individuellen Entscheidung des durch einen Facharzt/eine Fachärztin für Urologie gut informierten Patienten.

„Für eine allgemeine Screening-Empfehlung ist die Zeit noch nicht reif“, betont BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Dennoch haben Deutschlands Urologen
eine klare Empfehlung, wann der PSA-Wert mit einem Patienten, der den Wunsch nach einer Früherkennungsuntersuchung hat, erörtert werden sollte. „Der so
genannte Baseline-PSA im Alter von 40 oder 45 Jahren gibt eine gute Information über das individuelle Risiko, irgendwann später an einem Prostatakarzinom zu
erkranken. Je nach Höhe dieses Wertes, insbesondere wenn bei jüngeren Männern in der Familie ein Prostatakarzinom bereits vorkam, kann angemessen reagiert werden“,
sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Tilman Kälble. Von dieser Konstellation hängen auch die Kontrollintervalle ab, die bis zu fünf Jahre betragen und lebensrettend sein
können. Neben dieser Baseline PSA-Bestimmung erscheint eine Testung zwischen dem 55. und 70. Lebensjahr sinnvoll, um das Risiko einer Übertherapie eindämmen zu können.
Das sieht die U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) inzwischen ähnlich. Sie hat ihr negatives Urteil aus dem Jahre 2012 aktuell relativiert: Risiken und Nutzen
seien demnach fast ausgeglichen; Männer zwischen 55 und 69 Jahren sollten gemeinsam mit ihrem Arzt eine individuelle Entscheidung über den PSA-Test treffen.

Die Forderung nach dem PSA-Test als Kassenleistung leiten Fachgesellschaft und Berufsverband daraus nicht ab: DGU, BDU und der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS)
teilen die Einschätzung, dass abgewartet werden sollte, bis die Datenlage so stark ist, dass die Aussichten auf ein positives Votum des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)
hoch genug sind. „Bis dahin wollen wir weiter gemeinsam an der öffentlichen Wahrnehmung und objektiven Einschätzung und Bedeutung des PSA-Wertes arbeiten, aber auch
alternative Früherkennungsuntersuchungen des Prostatakarzinoms wissenschaftlich weiter untersuchen“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.

Der PSA-Test wird zudem ein Schwerpunktthema des 69. DGU-Kongresses in Dresden sein und u.a. am 22. September 2017, 10.30 bis 12.00 Uhr in der Messe Dresden, Saal 1,
unter dem Titel „PSA-Screening auf dem Prüfstand“, diskutiert werden.


Todesrisiken für Patienten durch mangelnde Klinik-Erfahrung
Krankenhäuser sollten Patienten weniger Risiken aussetzen. Versicherte sollten klar sehen können, welche Klinik wie gut ist. Doch längst sind Experten ernüchtert
von Gröhes Klinikreform. Krankenhauspatienten in Deutschland sind aus Expertensicht wegen Reformblockaden des Gesundheitswesens unnötig hohen Todesrisiken ausgesetzt.
So behandelten viele Kliniken Patienten in Bereichen, in denen sie weniger Erfahrungen als andere Häuser haben, sagte der Klinikexperte Marcel Weigand der Deutschen
Presse-Agentur in Berlin. In Krankenhäusern mit wenig Erfahrung steige das "Letalitätsrisiko" dramatisch, so Weigand - also die Gefahr zu sterben.
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Klinikqualität steht im Zentrum eines AOK-Kongresses in Berlin, den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) an diesem Donnerstag eröffnet. Weigand ist
Projektmanager der "Weissen Liste", einem von der Regierung unterstützten Portal mit Infos zur Klinikqualität unter dem Dach der Bertelsmann Stiftung.

Es gebe zwar viele Vorgaben an Krankenhäuser, sie würden aber oft ignoriert, kritisierte Weigand. Wenig zur Minimierung der Risiken beigetragen hat laut dem Experten
die Gröhe-Klinikreform durch das 2016 in Kraft getretene Krankenhausstrukturgesetz. "Was herausgekommen ist, ist sehr dürftig." Beim AOK-Kongress wird von Gröhe eine
Bilanz seiner Klinikreform erwartet.

Wie der Krankenhaus-Report 2017 der AOK im Februar zeigte, sind die Behandlungsergebnisse für den Patienten besser, je häufiger ein Eingriff in einer Klinik erfolgt.
Derzeit gibt es für sieben Krankheitsbereiche gesetzliche Regeln, welche Zahl von Fällen eine Klinik mindestens absolviert haben soll, darunter Nierentransplantationen,
Knieprothesen-OPs und die Versorgung von Frühchen. Wissenschaftler und Fachgesellschaften dringen seit Langem auf weitere solcher Standards - weitgehend ohne Gehör.
Weigand sagte, mit dem Krankenhausstrukturgesetz sei auch angedacht gewesen, dass offizielle Qualitätsstandards (Indikatoren) für Behandlungen festgelegt werden.
Klinikabteilungen oder ganze Häuser sollten bei Nichterfüllung der Vorgaben geschlossen werden. Weigand kritisierte, dass das dafür vorgesehene Gremium es nicht gewagt
habe, "planungsrelevante Indikatoren zu entwickeln". Es handelt sich um den Gemeinsamen Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern.
Zudem rüttelten Bund und Länder laut Weigand nicht an dem Prinzip, dass Klinikplanung Sache der Bundesländer ist. Da die Länder aber nicht verpflichtet worden seien,
schlechtere Kliniken dicht zu machen, geschehe dies faktisch auch nicht, so Weigand.
Der Experte kritisierte zudem, dass in offiziellen Berichten über die Klinikqualität neben nützlichen Dingen auch Sachen gemessen würden, die Patienten gar nichts sagten.
"Welchem Krebspatienten nützt es, wenn man erfährt, welchen Abstand zum gesunden Gewebe die Strahlung bei einer Strahlentherapie einhält?" Nötig seien für die Patienten
vielmehr klare Aussagen, welche Kliniken bei welchen Behandlungen wie abschneiden. Das fehle komplett.
Dass die Angaben in den offiziellen Qualitätsberichten für die Patienten oft unverständlich seien, liege auch an der Ferne der Autoren zu den Patienten, sagte Weigand.
"Das sind keine Kreise, die sich jemals mit Nutzerfreundlichkeit beschäftigt hätten."

Gröhe wollte mit seiner Klinikreform Qualität zum Kriterium bei der Krankenhausplanung machen. Qualitätsberichte sollten patientenfreundlicher werden, hieß es damals
von der Regierung.
dpa


Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. - Pressemitteilung

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) verleiht Wil de Jongh-Medaille an Prof. Dr. Uwe Haberkorn (Bonn/Magdeburg, 31. Mai 2017).

Für seine bahnbrechende Forschungsleistung bei der Entwicklung des Diagnostikums Prostata Spezifischen Membran Antigens 11 (PSMA) und des Theranostikums PSMA 617 wurde Prof.Dr. Uwe Haberkorn mit der Wil de Jongh-Medaille im Rahmen der BPS Jahrestagung 2017 geehrt.

Für die Diagnose und Therapie der schwierig zu behandelnden hormonresistenten Prostatakarzinome haben beide Wirkstoffe PSMA 11 und PSMA 617 große Bedeutung. „Dass Prof. Dr. Haberkorn das Diagnostikum PSMA 11 nicht patentieren ließ, um es schnellstmöglich Patienten verfügbar zu machen, ist ein herausragendes Beispiel für sein ärztliches Ethos und sein altruistisches Handeln als Mensch in unserer Gesellschaft,“ erklärte Günter Feick, Vorsitzender des BPS, in seiner Laudatio.

PSMA-617, markiert durch radioaktive Substanzen und gebunden an ein schwach strahlendes diagnostisches Radionuklid, kann gezielt Krebszellen zerstören. Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs wurden bereits vom Team um Prof. Dr. Haberkorn im Universitätsklinikum Heidelberg mit PSMA-617 in individuellen Heilversuchen behandelt. Bei etwa 70 Prozent der Patienten fiel der Prostatakrebsmarker PSA stark ab. PET/CT-Aufnahmen bestätigten, dass die Metastasen kleiner wurden oder gar nicht mehr nachweisbar waren.

In Anwesenheit von Leitern der BPS Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland und Medizinern dankte Prof. Haberkorn für die Ehrung: „Ich sehe den Preis als Herausforderung nicht aufzuhören, Neues zu erforschen und Patienten verfügbar zu machen. Patienten und die Verbesserung ihrer Behandlung sind das Ziel meiner Forschungsarbeit. Deshalb freue ich mich besonders über meine Ehrung durch einen Patientenverband.“

Prof. Dr. med. Uwe Haberkorn ist Ärztlicher Direktor der Abteilung Nuklearmedizin der Universität Heidelberg und Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Nuklearmedizin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

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Pressemitteilung des BPS

Messung und öffentliche Berichterstattung der Ergebnisqualität nach
Prostatakrebsbehandlungen ist ein BPS-Ziel.
Im Dezember 2016 konnten wir einen ersten Erfolg erzielen   der Gemeinsame
Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Transparenz im
Gesundheitswesen (IQTIG) beauftragt, dem G-BA ein Konzept für ein einrichtungs- und
sektorenübergreifendes Qualitätssicherungsverfahren für den lokal begrenzten
Prostatakrebs bis zum 30.11.2017 vorzulegen.
Hierzu hat der BPS eine Pressemitteilung am 18. Januar 2017 herausgeben. Wir
bitten Sie, diese Pressemitteilung (s. Anlage) Zeitungsredaktionen in Ihrer
Region mit der Bitte um Abdruck zu senden. Wenn Sie diese Pressemitteilung
in der regionalen Presse erfolgreich platzieren konnten, freuen wir uns über
eine kurze Mitteilung.

Die BPS-Geschäftsstelle wird diese Pressemitteilung an die überregionalen
Medien mit der Bitte um Wiedergabe versenden.

 



15 Jahre BPS

in den fünfzehn Jahren unseres gemeinsamen Bemühens haben wir Männern mit Prostatakrebs und Ihre Nächsten mit Information, Rat und Tat zur Seite gestanden.

Hierfür bedanken wir uns bei allen Selbsthilfegruppen, Arbeitskreisen, BPS Vertretern in Gremien des Gesundheitssystems, den Beratern der BPS Hotline und nicht zuletzt bei unseren Mitarbeiterinnen.

Wir wollen auch in den kommenden Jahren an der Verbesserung der Patientenversorgung weiterarbeiten, und wir wünschen uns hierfür die starke Unterstützung aller BPS Gliederungen in einem wirkungsvollen BPS. (ZITAT BPS)

Zur Pressemitteilung des BPS hier klicken...



 

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